Working Paper · 2026

Organisationale Identität als Verhandlung

Strategien scheitern nicht immer an der Umsetzung. Manchmal wurden sie für eine Organisation geschrieben, die es so nicht gibt.

Eine Revision des Überdauerungskriteriums · Constantin Melchers · Working Paper 1.1

Die Revision des Überdauerungskriteriums

Albert und Whettens Definition lautet zentral, überdauernd, unterscheidend. Das Paper ersetzt überdauernd durch in Verhandlung. Was überdauert, ist kein substanzieller Kern, sondern das habituelle Muster, nach dem eine Organisation ihr Selbstverständnis verhandelt.

Definition organisationaler Identität

Organisationale Identität ist die dynamische Spannung zwischen dem strategischen Anspruch einer Organisation und ihren gelebten Taten.

Diagnostisches Modell

Der Kern liegt zwischen Anspruch und Praxis.

Formulierter Anspruch

Fassade

Was die Organisation über sich sagt und nach außen als Selbstbild stabilisiert.

Verhandlungsmuster

Kern

Die habituelle Art, mit der Spannung zwischen Anspruch und gelebter Realität umzugehen.

Gelebte Realität

Praxis

Was Entscheidungen, Routinen und beobachtbares Verhalten tatsächlich hervorbringen.

Volltext und Zitation.

Concept-DOI
10.5281/zenodo.20343665

Autor
Constantin Melchers
Publiziert
10. Juni 2026
Format
Working Paper · Version 1.1
Lizenz
CC BY 4.0
Publikationsort
Zenodo
Sprache
Deutsch

Empfohlene Zitation

Melchers, C. (2026). Organisationale Identität als Verhandlung: Eine Revision des Überdauerungskriteriums und ihre Implikationen für die Strategy-Execution-Gap (Working Paper, Version 1.1). Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.20622167

Verschobene Leitfrage

Von: Wie setzt eine Organisation ihre Strategie besser um? Zu: Für welche Organisation wurde diese Strategie eigentlich geschrieben?

Die erste Frage ist bereits Intervention.

Sobald eine Organisation die Spannung zwischen Anspruch und gelebten Taten ernsthaft untersucht, beginnt sie sich zu verändern.

Die Null-Stunde beginnen

60 Minuten. Kein Pitch. Keine Folien. Ein Gespräch.